Corona Hotspot Esslingen – Was bedeutet das für das Reisen?

Seit wenigen Tagen überschreitet mit dem Landkreis Esslingen eine Region Baden-Württembergs die kritische 50er-Marke für Corona-Neuinfektionen. Der Kreis Esslingen wird damit zum Corona-Hotspot.
Das hat unter anderem Konsequenzen für das Reiseverhalten innerhalb Deutschlands. Für Reisen vom Kreis Esslingen in eine andere Region ist ein Covid-19-Test erforderlich, sofern die Reiseziele in Deutschland das anerkennen. Corona-Antikörper-Schnelltests auf Covid-19-Infektionen können in unserer Praxis durchgeführt werden. Es handelt sich um eine IGeL-Leistung.
Abstrichtests auf Covid-19 dauern je nach Laborbeanspruchung 1-3 Tage.
Bitte erkundigen Sie sich vorsichtshalber bei dem Gesundheitsamt des Landes, wohin Sie reisen möchten, ob dieser anerkannt wird. Ebenfalls beim entsprechenden Hotel bzw. bei der Pension. Der Schnelltest wird nicht in allen deutschen Regionen anerkannt. Dann muss ein Abstrich auf Covid-19 durchgeführt werden. Diese Kosten liegen aufgrund der hohen Laborkosten von ca. 160 Euro pro Abstrich wesentlich höher, insgesamt also ca. 180 Euro.

Veröffentlicht unter Vireninfektionen | Verschlagwortet mit , , , , ,

Die Hausarztpraxis in Zeiten von Corona

Was ist wichtig?
Halten Sie bitte unbedingt weiterhin die Regeln zum Schutz vor Corona ein.
Ziehen Sie bitte beim Betreten der Praxis eine Mund-Nasen-Schutzmaske über Mund UND Nase!
Bedienen Sie sich am automatischen Desinfektionsspender am Ein- und Ausgang.
Halten Sie den Abstand von 1,5 m zur nächsten Person unbedingt ein. Falls Sie über 60 sind oder eine Immunschwäche/chronische Erkrankung haben, fragen Sie bitte nach einem separaten Sitzplatz.
Wo kann ich bei Bedarf einen Covid-19-Abstrich durchführen lassen?
Sie können einen Abstrich nach Voranmeldung und genauer Anleitung des Vorgehens mit unseren Medizinischen Fachangestellten über unsere Hausarztpraxis erhalten.
Als Reiserückkehrer können Sie ebenfalls nach Ausfüllen des Fragebogens einen Abstrich erhalten.
Kann ich bei Ihnen auch einen Antikörpertest erhalten?
Gern können Sie in unsere Praxis auch einen Antikörpertest erhalten. Die Kosten dafür sind relativ günstig, ca. 30 Euro.
Was bedeutet ein positiver Antikörpertiter?
Ein positiver Antikörpertiter kann ein Hinweis auf eine abgelaufene Covid-19-Infektion sein, vor allem bei entsprechend typischer Anamnese/vorausgegangener Erkrankung. Der Test kann aber auch positiv sein bei vorausgegangenen anderen Coronavirus-Infektionen. Daher bedeutet er keine eindeutige Sicherheit für eine mögliche Neu-Infektion mit COVID-19. Er bedeutet auch nach Stand der heutigen Kenntnisse nicht sicher, dass Sie immun gegen COVID-19 sind.
Bin ich immun, wenn ich eine Covid-19-Infektion hatte?
Nach Meinung vieler Virologen ist mit einer Immunität von ein bis zwei Jahren nach Infektion zu rechnen. Hundert Prozent sicher ist das aber noch nicht, das muss noch erforscht werden. Selbst bei einem negativen Antikörpertest nach Infektion ist eine solche, eventuell nur vorübergehende, Immunität wahrscheinlich. Der Körper fährt nach einer Infektion zunächst die Antikörperproduktion hoch und dann später wieder herunter. Es bildet sich aber trotzdem ein Immungedächtnis aus. Das heißt, im Falle einer erneuten COVID-19-Infektion würden wieder vermehrt für die Abwehr Antikörper produziert. Der Körper kann das Virus besser abwehren, da er schon Erfahrung damit hat Generell verläuft eine Zweitinfektion mit demselben Virus, soweit bisher bekannt, in der Regel etwas milder oder im besten Fall asymptomatisch. Hoffen wir, dass dies auch für das COVID-19-Virus gilt.
Wo ist die Ansteckungsgefahr mit COVID-19 am höchsten?
Die höchste Ansteckungsgefahr besteht in geschlossenen Räumen, etwa im Rahmen von privaten Feiern, z.B. Familienfeiern, und sonstigen Ver- und Ansammlungen von Menschen, die sich deutlich über 15 Minuten treffen und dabei die COVID-19-Regeln nicht beachten.

Veröffentlicht unter Vireninfektionen | Verschlagwortet mit , , , , , ,

Was hat sich in Corona-Zeiten in unserer Praxis geändert? Was ist möglich?

Sehr geehrte, liebe Patientinnen und Patienten,
ab Montag, dem 27.4., dürfen per neuem Beschluss der Landesregierung Arztpraxen wieder ihren normalen Betrieb aufnehmen. Sie können also wieder Termine in unserer Praxis vereinbaren. Vorausgesetzt, die Schutzmaßnahmen werden befolgt.
Dazu gehören: Bitte bringen Sie eine Maske (Mund-Nasen-Bedeckung) mit (das ist eine Vorschrift der Landesregierung), also eine Stoffmaske oder eine OP-Maske. Auch unsere Praxismitarbeiter tragen weiterhin einen Mundschutz, wie vorgeschrieben. Und halten Sie bitte einen Mindestabstand von 1,5 bis 2 Meter ein.
Es gibt für alle Besucher am Ausgang auch einen Desinfektionsspender. Bitte benützen Sie ihn! Nur berühren Sie diesen bitte nicht unmittelbar, sondern halten Sie bitte beim Hinausgehen nur die Hände darunter und reiben dann das Desinfektionsmittel ca. 30 Sekunden lang ein.
Sie können Ihre Rezepte wieder, wie früher gewohnt, an der Anmeldung abholen. Falls Sie infektanfällig sind, können Sie auch gerne einen Angehörigen vorbeischicken mit der Versichertenkarte und Ihren Anliegen. Eine Video-Sprechstunde ist ebenfalls nach Termin möglich.
Die Sprechzeiten finden, wie gewohnt, statt.
Falls Sie erkältet sind, rufen Sie bitte vorher an unter 07158 8073 und vereinbaren einen separaten Termin. Wir bieten eine separate Infektsprechstunde für Sie an!
Unsere Praxis wird regelmäßig gereinigt und desinfiziert.


Sie können jederzeit bei Beschwerden oder Anliegen in unserer Praxis anrufen. Falls gerade beschäftigt sind, rufen wir Sie zurück und schauen, wie wir Ihnen am besten helfen können. Das gilt auch für Beschwerden, die eventuell auf eine COVID-19-Infektion hindeuten, wie erhöhte Temperatur, Gliederschmerzen, Husten, Atemnot. Bitte rufen Sie folgende Telefonnummer unserer Praxis an: 07158 8073. Wenn belegt, geht nur bei Notfällen auch 0152 52730507. Diese Nummern gelten während der Sprechzeiten unserer Praxis.
Wichtig: Zu Ihrem eigenen Schutz und zum Schutz unserer Mitarbeiter: In unserer Praxis besteht Mundschutzpflicht. Bitte bringen Sie daher eine Schutzmaske, Stoffmaske oder einen Schal mit und legen Sie diese vor Betreten der Praxis an.

Für Scharnhausen, Nellingen, Scharnhauser Park, Parksiedlung und Ruit gilt: Die Notfallpraxis Esslingen im Klinikum Esslingen, Hirschlandstr. 97, ist von Montag bis Donnerstag von 18 bis 23 Uhr, am Freitag von 16 bis 23 Uhr und am Wochendende und an Feiertagen von 8 bis 23 Uhr besetzt. Keine telefonische Anmeldung erforderlich!
Ab 19:00 Uhr, nachts und am Wochenende rufen Sie bitte bei Fragen zu Corona die Nummer 116 117 an. In dringenden Notfällen (z.B. Fieber, Atemnot) rufen Sie bitte die 112 an.
Die persönlichen Kontakte bei uns in der Praxis werden aus Gründen der Pandemie derzeit sehr zurückhaltend vergeben, wie in allen anderen Praxen auch. Falls Sie dennoch einen Termin hier erhalten, bringen Sie bitte eine einfache Stoffmaske oder eine andere Maske mit, zur Not legen Sie sich bitte statt einer Maske einen Schal um den Mundbereich. So vermeiden Sie voraussichtlich eine potentiell mögliche Tröpfcheninfektion und stecken niemanden an. Dies gilt aus grundsätzlichen Erwägungen für alle Besucher unserer Praxis.
Ansonsten bieten wir Ihnen eine Beratung per Videosprechstunde an. Den Termin dafür vereinbaren Sie am besten bei unserer Mtarbeiterin an der Anmeldung.
Ab 19:00, nachts und am Wochenende rufen Sie bitte bei Fragen zu Corona die Nummer 116117 an. In dringenden Notfällen (z.B. Fieber, Atemnot) rufen Sie bitte die 112 an.
Alles Gute und halten Sie durch, bleiben Sie gesund!
Herzliche Grüße, Ihre Sieglind Zehnle, Bettina Schölzel und Praxisteam

Wichtige Info: DEGAM Patienteninformation: Grippe oder Coronavirus?

Veröffentlicht unter Vireninfektionen | Verschlagwortet mit ,

Coronavirus – Information

Wichtige Info für unsere Patientinnen und Patienten
Ein Appell der Kreisärzteschaft Esslingen
Die Ärzteschaft appelliert dringend an alle Mitbürgerinnen und Mitbürger in unserem Landkreis, sich an die Vorgaben der Bundes- und Landesregiereung zu halten.
Es ist dringend erforderlich, die Ausbreitung des Coronavirus zu bremsen! Dies ist nur möglich, wenn sich ALLE an die Regeln halten und die sozialen Kontakte auf das häusliche Minimum beschränken, und, in Bereichen in denen das möglich ist, Abstand zueinander halten.
Leider ist zu beobachten, dass sich in Parks und auf Spielplätzen immer noch sehr viele Menschen in Gruppen aufhalten. Dies trägt zur Beschleunigung der Ausbreitung bei und gefährdet damit vor allem die älteren und kranken Mitbürger.
Sollte keine Verlangsamung der Ausbreitung zu schaffen sein, werden auch die Krankenhäuser in unserem Kreis schnell an ihre Kapazitätsgrenzen stoßen und nicht alle schwerstkranken Patienten versorgen können. In anderen Ländern kann dieses Szenario schon beobachtet werden, und wir sollten versuchen zu vermeiden an diesen Punkt zu kommen.
Selbstverständlich sind die Arztpraxen für Sie da und betreuen Sie in dieser problematischen Zeit. Wir haben auch im niedergelassenen Bereich eine hervorragende Versorgung im Kreis.
Aber: bitte kommen Sie nicht ohne Termin in die Arztpraxen, sondern rufen Sie unbedingt vorher dort an, um zu klären, wie wir Ihnen helfen können.
Der Vorstand der Kreisärzteschaft Esslingen


Wir befinden uns bis einschließlich Freitag, 3. April 2020, im Urlaub. Unsere Praxis öffnet wieder am Montag, 6. April 2020, 8 Uhr.

Ihre Gesundheit und die Vorsorge dafür liegt uns sehr am Herzen.
Haben Sie Fieber und Husten, dann bleiben Sie bitte zu Hause und setzen Sie sich mit uns telefonisch in Verbindung.
Sie erreichen unsere Praxismitarbeiter unter Tel. 07158-8073 oder notfalls in wirklich wichtigen Notfällen unter 0152-52730507. Außerhalb der Praxiszeiten, also abends und am Wochenende, können Sie beraten werden unter 116 117.
Abstrichstellen für Patienten mit Infektionsverdacht gibt es ab 9.3. tagsüber auf der Fildermesse am Flughafen, sowie in der medius KLINIK NÜRTINGEN, 72622 Nürtingen, Auf dem Säer 1.
Bei Fragen zum neuartigen Coronavirus können sich Bürgerinnen und Bürger werktags zwischen 9 und 16 Uhr unter der Telefonnummer 0711/904-39555 an eine Hotline des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg wenden.
Bitte entnehmen Sie weitere Infos dem Robert-Koch-Institut oder der Homepage des Landesgesundheitsamtes Stuttgart.
Ihr Praxisteam

Veröffentlicht unter Vireninfektionen | Verschlagwortet mit ,

Muskelschwund im Alter – was lässt sich dagegen tun?

Ab einem Alter von ca. 60 Jahren wird vielen Betroffenen schmerzhaft klar: Die Muskelmasse nimmt ab. Die Bizeps- = Oberarmmuskulatur wird schlapper, ebenso die Waden- und Po-Muskulatur. Womöglich fangen die Hosen an zu schlabbern und passen nicht mehr. Woher kommt das?
Die sogenannte „Sarkopenie“ (griechisch: sarx = „Fleisch“ und penia = „Mangel“) ist eine häufig vorkommende Muskelveränderung im Alter. Das hängt mit der Veränderung des Stoffwechsels, den veränderten Lebensgewohnheiten im Alter und auch mit dem Absinken des Testosteronspiegels bei Männern und Frauen zusammen. Dieser sinkt bei beiden Geschlechtern ab dem Alter von ca. 35 Jahren um ca. 1-2 Prozent pro Jahr ab. Testosteron wirkt aber aktivierend für die Muskelproteinsynthese und auch auf die Muskelkraft. Zusätzlich erhöht es die Knochenstärke und -dichte.
Muskelschwund / Muskelschwäche im Alter über 70 Jahren: Wie kann ich vorbeugen?
Wichtig zum Erhalt der Muskelkraft ist körperliches Training mehrmals wöchentlich bis täglich. Wer täglich außer Haus geht bzw. Ausdauertraining betreibt für eine halbe Stunde bis Stunde – und das auch noch möglichst zusätzlich mit Krafttraining kombiniert –, der tut etwas Entscheidendes, um den Muskelabbau zu verlangsamen. Zusätzlich sollte auch das Gleichgewicht regelmäßig trainiert werden durch entsprechende Übungen, um die Sturzgefahr zu vermindern.
Krafttrainig, Ausdauertraining und Gleichgewichtstraining
sind also alle insgesamt sehr wichtig. Es geht darum, das auch zu tun! Und tatsächlich macht es sogar Spaß und wirkt positiv auf die Stimmungslage.
Der Effekt solchen Trainings ist nachgewiesenermaßen höher, wenn Sie das mit einer sozialen Tätigkeit kombinieren, also zum Beispiel Sport im Verein oder in einem Fitness-Studio betreiben oder im Betrieb die vorhandenen Trainingsmöglichkeiten nutzen. Der Effekt von Trainern ist auch sehr wichtig, die auch ältere Patienten individuell aufbauen und ermuntern können. Auch kann der Hausarzt oder der Orthopäde Rehasport rezeptieren zum Muskeltraining und Gleichgewichtstraining.
Ernährung
Gerade ältere Menschen sollten sich proteinreich ernähren. Dabei benötigen Menschen über 70 Jahren mehr Eiweiß als junge Menschen, um dieselbe Muskulatur aufzubauen. Insbesondere sollte die Ernährung wichtig an essentiellen Aminosäuren wie Leucin sein. Dies gilt allerdings nicht für Patienten mit fortgeschrittener Nierenschwäche. Dort sollte die Eiweißzufuhr beschränkt sein, worüber Sie mit Ihrem Arzt sprechen können.
Bisher gibt es leider keine medikamentöse Therapie, die sich ohne große Nebenwirkungen bewährt hat. Zum Beispiel hat eine Testosterongabe auch einige Nebenwirkungen wie ein erhöhtes Risiko für Herzkreislauferkrankungen und ist daher nicht unbedingt zu empfehlen. Wichtig sind eine calciumreiche Kost und eine genügende Vitamin-D-Aufnahme des Körpers.
Die wichtigste Vorsorge gegen Muskelschwund und Osteoporose bleiben die regelmäßige Bewegung und das regelmäßige körperliche Training. Dieser Effekt ist deutlich höher als alle Ernährungsmaßnahmen und sonstigen Therapieansätze. Und ganz nebenbei wird das Gehirn auch noch trainiert und seine Leistung verbessert. Also – fangen wir an!

© Dr. med. Sieglind Zehnle, Ruiter Str. 7, 73740 Ostfildern; Stand Mai 2019

Veröffentlicht unter Akutgeriatrie, Gerontologie | Verschlagwortet mit , , , , , , ,

Mit dem FOCUS-Empfehlungssiegel 2019 als Hausärztin in der Region ausgezeichnet

Die Redaktion von FOCUS-GESUNDHEIT hat Dr. med. Sieglind Zehnle aus unserer Praxis für die aktuelle FOCUS-Ärzteliste 2019 mit dem FOCUS-Empfehlungssiegel als Hausärztin sowie als Palliativmedizinerin ausgezeichnet. Frau Dr. Zehnle zählt damit zu den „empfohlenen Ärzten in der Region“ .
Das Empfehlungssiegel gibt Patienten seit 2013 Hilfestellung bei der Wahl eines Facharztes in Wohnungsnähe. Das Siegel zeichnet die in dem Landkreis ihrer Niederlassung empfehlenswerten Fachärzte aus. Dabei berücksichtigen die Hamburger Stiftung Gesundheit und FOCUS-GESUNDHEIT mehrere medizinische, patienten- und serviceorientierte Faktoren, zum Beispiel, ob ein Arzt auch von Kollegen empfohlen wird und welche Berufserfahrung er hat. Daneben fließen Patientenzufriedenheit, Barrierefreiheit der Praxis und weitere Kriterien ein.

Veröffentlicht unter Praxis | Verschlagwortet mit ,

Informationen zur Gelbfieberimpfung

Die Gelbfieberimpfung kann für die Einreise in ein südliches Land vorgeschrieben sein. Das Gelbfiebervirus wird übertragen durch den Stich der Aedes-Mücke, die tag- und nachtaktiv ist. Also ist Mückenschutz sehr wichtig!

Die Impfung ist in der Regel gut verträglich. Dabei wird 0,5 ml eines attenuierten (abgemilderten) Lebendimpfstoffs subkutan (unter die Haut) in den Oberarm gespritzt. Eine anschließende, in der Regel 1 – 2 Tage dauernde Rötung oder Schwellung kann auftreten und ist ein Zeichen für die Wirkung der Impfung. Selten gibt es grippale Erscheinungen 3 – 6 Tage nach der Impfung, wie Kopfweh, Gliederschmerzen, Abgeschlagenheit und Fieber. Gelegentlich werden unmittelbar nach der Impfung Kreislaufreaktionen beobachtet. Selten wurden nach einer Gelbfieberimpfung schwere Hirnhautentzündungen sowie das sogenannte Yellow fever associated visceral disease (YEL–AVD, „Impfgelbfieber“) mit schwerer Leberentzündung bis zum Multiorganversagen beschrieben. Das Risiko liegt circa bei 3,2 / 100 000 für über 75jährige und bei ca. 1,1 / 100 000 für 60 – 69jährige Personen bei der Erstimpfung, darunter bei ca.0,4 / 100 000 Personen. Personen über 60 Jahre sollten daher laut Fachinformation nur geimpft werden, wenn ein erhebliches und unvermeidbares Risiko einer Infektion mit dem Virus vorliegt.

Die amtliche Gültigkeit beginnt in der Regel 10 Tage nach der Impfung. Ausreichende Antikörper finden sich 10 – 14 Tage nach der Impfung im Blut.
Die Schutzwirkung ist über 96 Prozent und bleibt in der Regel lebenslang erhalten. Eine einmalige Impfung genügt, wird aber noch nicht von allen Ländern anerkannt.

Eine Impfung mit Masern-Mumps-Röteln-Impfstoff oder Windpockenimpfstoff sollte nur gleichzeitig oder im Abstand von mindestens vier Wochen durchgeführt werden. Für die Dauer von mindestens vier Wochen, besser drei Monate ist eine Schwangerschaft nach der Impfung zu vermeiden.
Bis vier Wochen nach der Impfung dürfen Sie kein Blut spenden.
Bis eine Woche nach der Impfung sollten schwere körperliche Anstrengungen sowie Operationen vermieden werden.
Personen mit einer Hühnereiweißallergie, mit akuten Krankheiten, mit einer beginnenden schweren Erkältung oder ähnlichem Infekt, mit Immundefekten (HIV) und CD4 unter 200/ug sollten nicht geimpft werden. Weiter dürfen Sie nicht geimpft werden, wenn Sie mit mehr als 20 mg Kortison oder mit Metho-trexat oder einer Antikörpertherapie behandelt werden oder wenn bei Ihnen eine erniedrigte Zahl von Blutplättchen (Thrombozyten) bekannt ist.
In Zweifelsfällen bringen Sie bitte dazu Ihre Unterlagen mit (auch Laborwerte z.B. und Infos über vorhandene Rheumaerkrankung o.ä.), damit Sie möglichst gut beraten werden können.

Die Impfung ist eine IGeL-leistung und wird nach GOÄ berechnet. Häufig werden die Kosten ganz oder teilweise von der Krankenkasse übernommen.

© Hausarzt-Praxis Dr. Zehnle Ostfildern – Gelbfieberimpfstelle Ostfildern, Dr.med. Sieglind Zehnle, Stand 03/2019

Veröffentlicht unter Infektionskrankheiten, Reisemedizin | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , ,

Kneippsche Güsse helfen bei Schlafstörungen

Kneippsche Güsse stellen eine einfache, aber sehr wirksame Möglichkeit dar, um verschiedene Beschwerdebilder zu behandeln. Sie sind deshalb effektiv, weil sie einen kurzen Kältereiz hervorrufen, auf den der Körper mit Wärme reagiert. Sie sollten nur im ausgeruhten Zustand bei normaler Körperwärme und nie auf kalte Haut ausgeführt werden. Die Ausführung kann nur mit (sehr) kaltem Wasser oder als Wechselguss (37° bis 39° C ca. 15 Sekunden, kalt ca. 8 Sekunden) erfolgen.
Infektanfälligkeit, Schlafstörungen: Der Kneippsche Knie- oder Beinguss abends vor dem Schlafengehen. Ausführung: Im Stehen den Fuß, den Unterschenkel und das Knie so begießen: Den Wasserschwall möglichst ohne Duschbrause und ohne starken Wasserstrahl, sondern mit einem Duschschlauch einen mittelstarken Wasserstrahl bilden und diesen vom rechten Fußrücken außen Richtung Kniekehle am Unterschenkel langsam aufwärts führen, an der Kniekehle ca. 10 Sekunden verweilen, und wieder abwärts.
Sebastian Kneipp erklärt es so:
„Man beginnt an der Ferse des rechten Fußes, führt den Wasserschwall langsam bis zum Knie fort und lässt das Wasser fließen, so dass die ganze Wade mit einer Wasserschicht bedeckt ist. Beginnen Sie dann mit dem linken Fuß und fahren Sie genauso fort wie mit dem rechten Fuß.
Nachdem Sie das Wasser über beide Waden vier- oder fünfmal auf- und abbewegt haben, wenden Sie den Wasserschwall auf die Vorderseite der Beine und beginnen Sie an den Zehen des rechten Fußes und fahren Sie langsam nach oben über das Knie hinaus. Halten Sie dort den Strahl kurze Zeit, und beginnen Sie dann am linken Fuß und führen dort den Guss aus, wie bereits erläutert [also auch vier- bis fünfmal auf- und abbewegen].
Der Guss dauert ein bis zwei Minuten.“
Wichtig: Es sollte sich ein sog. „Wassermantel“ bilden, der die begossene Haut umschließt! Der einmal begonnene Hautreiz sollte weder unterbrochen noch erschüttert werden, daher glatt, ruhig und langsam das Wasser über die Haut hingleiten lassen.
„Besonders beim Knieguss zeigt sich die einschneidende Tiefenwirkung eines jeden Gusses … Er wirkt auf den ganzen Körper ebenso wie insbesondere auf den Blutumlauf in den Beinen“ (Kneipp-Arzt Dr. Wilhelm Spengler).
Beim Beinguss wird das Wasser langsam noch weiter hoch geführt bis zum Gesäß, dann ca. 10 Sekunden verweilen, und wieder abwärts. Dasselbe mit der Unterschenkel-Vorderseite, wieder am Fußrücken beginnend bis zum Knie bzw. weiter hoch. Dann dasselbe am linken Bein. Zum Schluss zuerst die rechte, dann die linke Fußsohle kurz begießen. Danach mit nassen Beinen in die Schlafanzughose o.ä. und ins warme Bett gehen. Bitte nach einem solchen Guss nie mit einem Handtuch abreiben oder frottieren!
Bei Durchschlafstörungen kann der Kneippsche Beinguss nachts durchaus auch wiederholt werden. Durch die entstehende wohlige Wärme in den Unterschenkeln und Füßen entspannt sich der Körper, und ein leichteres Einschlafen ist wieder möglich.
Grundsätzlich empfiehlt sich im Winter eher ein Wechselguss (zunächst warme, dann warm-kalte oder kalte Güsse), im Sommer eher kalte Güsse. Probieren Sie es einfach einmal aus!

Wassertreten in Kneipp-Becken oder natürlichen Bachläufen: In vielen Ortschaften befindet sich ein sogenanntes Kneipp-Becken. Durch das Treten in dem kalten Wasser für wenige Minuten wird der Kreislauf angeregt. Auch Krampfaderleiden können dadurch positiv beeinflusst werden.

Veröffentlicht unter Nicht kategorisiert | Verschlagwortet mit , , , , ,

Wie beuge ich einem Schlaganfall vor?

Woran erkenne ich einen Schlaganfall?
Einen Schlaganfall erkennt man in der Regel nicht an einem Kribbeln, Ziehen oder einem Schmerz, der zum Beispiel vom Nacken in die Schulter zieht.
Für einen möglichen Schlaganfall spricht: Eine plötzliche Schwäche und Kraftlosigkeit in einem Arm oder eines Beines. Eine vorübergehende Störung der Sprache. Eine einseitige Sehstöhrung, die plötzlich auftritt, häufig morgens.
Wie soll ich mich dann verhalten?
Ein Schlaganfall kann lebensbedrohlich sein, so wie ein Herzinfarkt. Daher sollte er baldmöglichst behandelt werden. Wenn möglich, rufen Sie die Nummer 112 an. Bei Verdacht auf einen Schlaganfall sollte bald gehandelt werden. Auch der ärztliche Bereitschaftsdienst hilft sonst hier weiter, die Nummer lautet bundesweit 116 117.
Wenn möglich, messen Sie noch Ihren Blutdruck, bei Diabetikern auch den Blutzucker, sofern einfach machbar. Ansonsten misst das der eintreffende Rettungsdienst.
Was sollten Sie nicht tun?
Bitte nicht zuwarten! Leider passiert das viel zu häufig. Ein Schlaganfallpatient sollte sobald als möglich in die Klinik gebracht werden, am besten innerhalb der ersten 4 ½ Stunden.
Wie beuge ich nun einem Schlaganfall vor?
Wichtig ist regelmäßige Bewegung – darunter verstehen die Wissenschaftler mindestens fünfmal wöchentlich, besser täglich, für mindestens eine halbe Stunde; das hilft hier schon viel weiter.
Vermeiden Sie – wenn möglich – tierische Fette in der Nahrung, vor allem Schweinefleisch und Wurst.
Rauchen Sie möglichst gar nicht, also keine Zigaretten oder E-Zigaretten. Und: Machen Sie ab und an Pausen, soweit der Alltag das zulässt. Dann betreiben Sie die beste Vorbeugung.

© Dr. med. Sieglind Zehnle, Hausarzt-Praxis Ostfildern-Scharnhausen, Ruiter Str. 7, 73760 Ostfildern

Veröffentlicht unter Schlaganfall | Verschlagwortet mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

Höhenkrankheit – wie vorbeugen?

Bei Reisen in großen Höhen, zum Beispiel bei einem Aufenthalt in Peru, kann eine sogenannte Höhenkrankheit auftreten. Diese kündigt sich beim Erreichen der sogenannten Schwellenhöhe in der Regel durch Kopfweh und / oder Übelkeit an. Im weiteren Verlauf kann es zu Gangstörungen, Gleichgewichtsstörungen, Erbrechen, Benommenheit oder Verwirrtheit, bis hin zum Höhen-Hirnödem kommen.
Andere bekommen zunehmend Atemnot, bis hin zum Lungenödem (Wasseransammlung in der Lunge). Dabei ist bei allen Symptomen die Grenze für das Auftreten (die sog. Schwellenhöhe) individuell verschieden. In der Regel liegt sie bei 2.500 – 3.000 m, bei vielen aber auch tiefer. Reisende, die schon früher unter Beschwerden in großen Höhen gelitten haben, neigen dazu, wieder eine AMS (acute mountain sickness) auch wieder zu bekommen. Andere Reisende bekommen nie oder erst in sehr großen Höhen Beschwerden.
Probleme gibt es, wenn bereits der Ausgangsort bei Anreise z.B. über 2.000 m hoch liegt und dann in wenigen Tagen die Reisehöhe auf z.B. 4.500 m gesteigert werden soll. Beim Reisen sollte eine Schlafhöhe von ca. 300 m Höhendifferenz nicht überschritten werden. Häufig sieht aber der Reiseverlauf anders aus. Als erstes Symptom tritt häufig eine deutliche Steigerung der Herzfrequenz auf. Dies sollte als Warnzeichen wahrgenommen werden. Spätestens bei zunehmenden Beschwerden (s. oben) sollte dann ein Abstieg durchgeführt werden, statt ein Hirn- oder ein Lungenödem zu riskieren. Die Höhenkrankheit tritt in der Regel mit einer Verzögerung von 4 – 6 Stunden auf.
Welche Maßnahmen / Mittel gibt es zur Vorbeugung der Höhenkrankheit?
Diamox: nicht für Höhenkrankheit zugelassen (off-label); führt zu heftigem nächtlichem Harndrang. Kohlensäurehaltige Getränke schmecken bitter, solange Diamox eingenommen wird. Die Leistungsfähigkeit nimmt um ca. 10 Prozent zu; jedoch wirkt das Medikament blutdrucksenkend.
Nifedipin retard: möglich.
Dexamethason 4-8 mg dreimal täglich: kann eingenommen werden.
Tadelafil: dto., alles off-label.
Pflanzliche Mittel, wie Coca: bei Einheimischen vielleicht wirksam; nicht bei Europäern.
Insgesamt sind die medikamentösen Möglichkeiten begrenzt und eher nicht zu empfehlen. Besser ist, soweit durchführbar, eine vernünftige Reiseroute mit ausreichend Gewöhnungszeit. Beim Reisen sollte eine Schlafhöhe von ca. 300 m Höhendifferenz nicht überschritten werden (s.o.).
Beim Überschreiten der Schwellenhöhe wird eine Reisepause von 1 – 2 Tagen empfohlen. So können Sie Ihre Reise genießen und kommen gesund zurück.

© Dr. med. Sieglind Zehnle, Hausarzt-Praxis Ostfildern-Scharnhausen, Ruiter Str. 7, 73760 Ostfildern

Veröffentlicht unter Bergkrankheit | Verschlagwortet mit , , ,