Denguefieber

Denguefieber gilt als die weltweit häufigste Erkrankung, die durch eine bestimmte Art von Viren (Arboviren) übertragen werden. Diese Viren wiederum werden durch Mückenstiche einer bestimmten Mückenart (Aedes aegypti und Aedes albopictus) übertragen, die tag- und nachtaktiv sind. Vor allem in Asien und Lateinamerika breitet sich das Denguefieber derzeit stark aus. Das Denguefieber gehört auch zu den häufigsten importierten Infektionen auch bei deutschen Reiserückkehrern. Ich selbst hatte einen Denguefall aus Thailand und einen Fall aus Costa Rica.

Denguefieber ist eine Erkrankung, die wie eine starke Grippe verläuft, mit Fieber, starken Muskel-und Gelenkschmerzen und Kopfweh. Bei wiederholter Infektion kann auch ein heftiger Ausschlag mit Einblutungen in innere Organe, wie zum Beispiel Nieren, auftreten. Eine Ansteckung von Mensch zu Mensch erfolgt in der Regel nicht, Überträger ist die Mücke, die die Viren zeitlebens behält. Die Erkrankung beginnt zwei bis zehn Tage nach der Ansteckung (Mückenstich). In der Regel verläuft die Erkrankung wie eine Grippe und klingt von selbst ab, so dass eine symptomatische Behandlung dann ausreichend ist. Die Erholung verläuft aber oft sehr verzögert.

Eine Impfung gegen das Denguefieber gibt es noch nicht. Daher sollten sich gefährdete Personen, zum Beispiel Reisende in Endemiegebieten tags und nachts gegen Mücken schützen.
Zum Thema Mückenschutz s. „Malaria“-Prophylaxe.

2011 wurden 288 Fälle von Dengue in Deutschland gemeldet.
Es wird zur Zeit an einer Impfung gegen Dengue gearbeitet, diese ist aber noch in der „Probephase“.

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