Norovirus-Infektion – Stand 01/2013

Bei Norovirus-Infektionen handelt es sich um eine der häufigsten Infektionskrankheiten überhaupt. Seit Ende 2012 gibt es international deutlich mehr Norovirus-infektionen, zum Beispiel in Deutschland, Großbritannien, Wales, den Niederlanden, USA, Japan, Frankreich, Australien und Neuseeland. Das bekommen wir natürlich auch in Ostfildern zu spüren.

Noroviren sind weltweit eine der Hauptursachen für akute Magen-Darm-Infektionen. Ausbrüche gibt es das ganze Jahr über, jedoch lässt sich in gemäßigten Breiten regelmäßig eine Häufung in den Wintermonaten beobachten. Dies ist durch den Infektionsweg der Viren bedingt, die am häufigsten als Kontaktinfektion von Mensch zu Mensch (z.B. Hand zu Hand oder über kontaminierte Oberflächen) und nicht primär über kontaminierte Lebensmittel übertragen werden. Es genügen 10-100 Viren  bereits zur Übertragung des Virus und zur Ansteckung!


Übertragung durch Handkontakt am häufigsten
Daher wird die Ansteckung durch engere Konzentrationen von Menschen begünstigt. Auch in  Hotels oder auf Kreuzfahrtschiffen kommt es immer wieder zu Ausbrüchen.
Das Virus ist ein RNA:Virus mit 15 Genotypen. Eine mehrfache Infektion ist möglich.
Das Virus hat eine hohe Umweltresistenz. Da es sich um sogenannte hüllenlose Viren handelt, ist Seife nicht wirksam!
Die Symptome sind schweres Krankheitsgefühl, Erbrechen, Muskelschmerzen, Bauchkrämpfe, Durchfall,  Kopfschmerzen, Fieber und treten nach 1-3 Tagen auf.
Vorbeugend empfiehlt sich, vor allem im Winter möglichst wenig die Hände zu geben (auch in Arztpraxen!). Nach Händedruck kann ein viruzides Desinfektionsmittel (das sind speziell gegen Viren wirkende Mittel) hilfreich sein.
Die Therapie ist rein symptomorientiert. Wichtig ist ein Flüssigkeits- und Salzersatz.

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