Vitamin D – Update 2012

Zur Klärung des Begriffes: Vitamin D ist eigentlich ein Hormon. Aus pragmatischen Gründen wird es aber im Folgenden weiter als Vitamin bezeichnet.

Wie hoch ist der optimale Vitamin-D-Spiegel?
Die Höhe des Vitamin D kann im Serum (Blut) bestimmt werden.
Inzwischen wurde in mehreren internationalen Studien nachgewiesen, dass die beste Vitamin-D-Dosis zwischen 30 und 50 ng/dl liegt (neue Referenzwerte). Unterhalb von 20 ng/dl treten häufiger auf: verminderte Knochendichte, Muskelschmerzen, Infektanfälligkeit Müdigkeit und diverse Krankheiten.


Wie kann im Sommer am besten Vitamin D gebildet werden?
Durch eine kurzzeitige Einwirkung (10-15 Minuten) der Sonne am Mittag auf möglichst viel Haut, oder Einwirkung während der halbe Zeit, in der man erfahrungsgemäß einen Sonnenbrand entwickeln würde. Für diese Zeit gibt es bisher keine Untersuchungen, die beweisen, dass man durch diese kurze Einstrahlung von UV-Strahlen der Sonne Hautkrebs entwickelt.
Eine längere Sonneneinwirkung steigert die Vitamin-D-Bildung im Körper nicht! (Siehe dazu auch das Buch von Nicolai Worm, „Heilkraft D“.)


Wann wird wenig Vitamin D gebildet?
Vitamin D wird ab dem 40. Breitengrad (Höhe: Stiefel von Italien!) im Winter, also Oktober bis März, kaum in der Haut gebildet. Der Grund: zu schwache Sonneneinstrahlung. Daher kann in der Haut kein Vitamin D weiter umgewandelt werden zu brauchbaren Formen des Vitamin Ds.

Kann Vitamin D aus der Nahrung ausreichend aufgenommen werden?
Vitamin D ist das einzige Vitamin, das nicht ausreichend aus der Nahrung aufgenommen werden kann. Man müsste Unmengen von Lachs, Schweinefleisch, Milch oder ähnlichen Lebensmitteln täglich essen, um den für den Organismus erforderlichen Vitamin-D-Spiegel zu erreichen. Alle anderen Vitamine können aus der Nahrung aufgenommen bzw. synthetisiert werden. (Vitamin B12 ist allerdings vorwiegend in tierischen Lebensmitteln vorhanden.)

Wie sind die Vitamin-D-Spiegel bei der deutschen Bevölkerung?
Die Vitamin-D-Spiegel liegen im Winterhalbjahr bei ca. 80 % der erwachsenen Bevölkerung zu niedrig. Ganz besonders bedenklich ist dies bei Schwangeren, Kindern und Jugendlichen(Knochenaufbau). Bei niedrigem Vitamin-D-Spiegel ist nachweislich auch die allgemeine Sterblichkeit erhöht (LURIC-Studie, Prof. März).
Auch der Testosteronspiegel ist bei niedrigem Vitamin-D-Spiegel niedriger als bei normalen Werten. Ein Vitamin-D-Mangel verursacht eine Muskelschwäche, unter anderem wird auch eine Herzmuskelschwäche begünstigt.

Wie viel Vitamin D muss ich nehmen, um gesund zu bleiben?
Das hängt ab von der Menge (Vorrat) des „getankten“ Vitamin Ds im Sommer.
Weiterhin vom Hauttyp(hellhäutige Menschen „tanken“ leichter).
Die Bestimmung (Check) des Vitamin-D-Spiegels ist sinnvoll als Monitoring(Kontrolle). Gern berät Sie Ihr Arzt dazu.

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