Erkältungen selbst behandeln – Husten und Bronchitis

Ein einfacher akuter Husten dauert in der Regel nicht länger als 2-3 Wochen. Die häufigste Ursache vor allem bei jüngeren Patienten und Kindern ist ein Virusinfekt (Erkältung). Eine Bronchitis kann dann entstehen, wenn Viren oder Bakterien eingeatmet werden und die Schleimhautbarriere der oberen Atemwege durchbrochen wird. Häufig tritt eine Bronchitis mit Husten und Auswurf auch bei Allergikern oder Asthmatikern auf.. Auch eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) tritt häufiger bei Allergikern auf führt zu vermehrter Schleimproduktion und Hustenreiz. Bei älteren Patienten müssen allerdings auch andere Ursachen in Erwägung gezogen werden wie Medikamentennebenwirkungen und Herzschwäche. Dann ist ein Arztbesuch angezeigt.

Was können Sie selbst tun?
Wenn Sie eine „normale“ Erkältung der oberen Atemwege haben, also kein oder gering erhöhte Temperatur, Schnupfen,  Kopf-und Gliederschmerzen und sich schlapp fühlen:
Nehmen Sie ausreichend Flüssigkeit (2 Liter pro Tag) zu sich. Herz-und Nierenkranke sollten allerdings nur 1,5 Liter Flüssigkeit  pro Tag zu sich nehmen.
Rauchen schädigt andauernd bzw. chronisch die Schleimhäute der Atemwege- dies ist der richtige Zeitpunkt, damit aufzuhören
Wenden Sie örtlich Wärme an – Brustwickel, z.B. mit Lavendelöl und Rotlicht wirken wohltuend und schmerzlindernd.
Inhalieren Sie Wasserdampf mit oder ohne Zutaten (ätherische Öle, Emser Salz etc)
Eine erhöhte Körpertemperatur oder Fieber sind eher günstig für den Verlauf einer Erkältung, da die Viren dabei „verbrannt“ und somit beseitigt werden durch das Immunsystem. Unterdrücken Sie daher das Fieber – auch bei Kindern – nur, wenn der Patient starke Beschwerden hat. Bevor Sie medikamentös das Fieber senken, können Sie feuchte Wadenwickel benutzen.
Wenn Sie Kopf- und Gliederschmerzen haben, können Sie sich rezeptfrei Paracetamol oder Ibuprofen als Tabletten oder Zäpfchen besorgen. Diese Mittel gibt es auch für Kinder in Saft-und Zäpfchenform.
Vermeiden Sie sehr heftigen Husten, dabei werden die Luftröhre und Bronchien unter Umständen geschädigt. Husten Sie lieber in kleinen Stößen und vorsichtig ab.
Schonen Sie sich und gönnen Sie sich, wo möglich, eine Pause!
Hilfreich dabei ist auch die Homöopathie. Hier können Einfach-oder Komplexmittel verwendet werden, je nach Erfahrung.

Fazit: Eine Bronchitis bei einem gesunden jungen Menschen muss nicht sofort antibiotisch behandelt werden. Falls es sich bei der Bronchitis um einen Virusinfekt handelt, können Antibiotika ohnehin nicht helfen. Wenn der Organismus Zeit bekommt, kann diese akute Erkrankung bald wieder abklingen.
Falls Ihre Beschwerden anhalten: Gehen Sie zu Ihrem Arzt. Er kann feststellen, wie schwerwiegend der Husten oder die Erkältung einzustufen ist. Bei einem akuten Husten können Medikamente in den meisten Fällen nur wenig die Dauer des Hustens beeinflussen. Sie können ihn jedoch lindern.

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