Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs (HPV-Impfung)

Die Erkrankung an Gebärmutterhalskrebs (Zervixkarzinom) ist heute noch weltweit das zweithäufigste Krebsleiden bei Frauen. Welches ist die Ursache für diese häufige Entstehung?

1974 wurde das HPV (humane Papilloma Virus) identifiziert als ein wichtiger Faktor bei der Entstehung des Zervixkarzinoms und seiner Vorstufen. Meistens kann sich der Körper selbst dagegen wehren und den HP-Virus wieder eliminieren. Bei manchen Infektionen gelingt dies jedoch nicht wie so gut wie bei anderen.

Seit 1998 wurde ein Impfstoff gegen HPV entwickelt, um so Krebsvorstufen am Gebärmutterhals zu verhindern. Das war nicht so einfach, da es ca. 130 bekannte humane Papillomaviren gibt. Jedoch werden 70% der Zervixkarzinome durch die HPV-Typen 16 und 18, 5% durch eine Kombination beider verursacht.

Das Infektionsrisiko ist bei jungen Frauen am größten, bei ca. 24% liegt eine Infektion mit einem oder mehreren HPV-Viren vor. Meistens kann dies selbst repariert werden.

D.h. es besteht eine hohe Spontanheilungsrate.

Beim HPV 16 und 18 das Risiko allerdings am größten zu sein, dass sich tatsächlich bösartige Zellen weiterentwickeln. Das ist auch ein Grund dafür, warum es sinnvoll ist, dass junge Frauen schon ab dem Alter von 20 Jahren zur regelmäßigen Früherkennungsuntersuchung zum Frauenarzt gehen.

Noch besser ist die Vorbeugung durch eine Impfung. Derzeit sind zwei Impfstoffe auf dem Markt. Eine Grundimmunisierung wird in der Regel durchgeführt zum Zeitpunkt 0, nach zwei und nach 6 Monaten. Als Nebenwirkung treten vor allem stärkere Lokalreaktionen sowie grippale Befindlichkeitsstörungen auf.

Inzwischen steht fest, dass die Impfstoffe gut gegen den Gebärmutterhalskrebs durch HPV schützen. Allerdings muss zum Erreichen der besten Effektivität (nahezu 100%) die Impfung vor Aufnahme der sexuellen Aktivität bei der Frau durchgeführt werden. Wenn die Impfung erst nach Aufnahme der sexuellen Aktivitäten durchgeführt wird, beträgt die Schutzrate nach bisherigen Erfahrungen maximal die Hälfte (45%).

Wie lange bleibt die Immunität nach einer Grundimmunisierung erhalten? Das ist bisher noch nicht bekannt. Allerdings bleibt sie mindestens 5 Jahre bestehen.

Trotzdem wird weiterhin eine regelmäßige Vorsorgeuntersuchung empfohlen, um Erkrankungen durch einen anderen HPV-Virus auszuschließen.

Natürlich sind auch weiterhin Verhütungsmaßnahmen erforderlich,die gegen weitere vorwiegend sexuell übertragene Erkrankungen, wie Hepatitis B und HIV, Schutz bieten.

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