Wie schlafe ich am besten?

Wissenschaftler aus Japan haben herausgefunden, dass bei Männern, die vor Mitternacht ins Bett gingen, die Gefäße deutlich elastischer waren als bei denen, die erst nach Mitternacht schlafen gingen. Es sieht also so aus, als ob der Schlaf vor Mitternacht besser für Herz und Gefäße ist, auch wenn man dabei eventuell manche Vergnügungen verpasst (Ärzte Zeitung April 2009).

Je tiefer der Schlaf, um so besser. Der Tiefschlaf ist wichtig für Gedächtnis und Erholung. Aber er ist auch sehr störanfällig. Der Tiefschlaf tritt vor allem in der ersten Nachthälfte auf. Danach werden die Tiefschlafphasen kürzer und seltener, die Phasen leichten Schlafes und REM-Traumphasen werden dafür häufiger. Daher träumen die meisten Menschen eher gegen Morgen.


Der Tiefschlaf kann leicht gestört werden: Koffein (enthalten in Kaffee, Cola, schwarzem und grünem Tee, sowie manchem Schmerzmittel) kann bei manchen Menschen nur sehr langsam im Körper abgebaut werden. Auch nach vielen Stunden kann der Effekt daher noch wirksam sein, das heißt, die morgendliche Tasse Kaffee kann die Tiefschlafphasen in der kommenden Nacht verkürzen.

Auch Alkohol – oft als Einschlafhilfe genutzt – kann den Tiefschlaf stören: Wenn er in dieser Weise regelmäßig abends genossen wird, gehen die Tiefschlafphasen deutlich zurück, das heißt, der Schlaf wird dann eher oberflächlicher. Es kommt zu Durchschlafstörungen.

Auch bei Einnahme der meisten Schlafmittel tritt eine Abnahme des Tiefschlafes und eine Zunahme leichterer Schlafphasen ein. Leider gibt es noch keine Schlafmittel, die den Anteil des Tiefschlafes fördern.

Sowohl der Tiefschlaf als auch der REM-Schlaf sind wichtig für das Lernen. Schlafen und Lernen beeinflussen sich gegenseitig. Das Gehirn arbeitet auch weiter, während wir schlafen. Der Tiefschlaf ist vermutlich wichtig für das Wortgedächtnis, d.h. das Merken von Wörtern.

Insgesamt hat die Schlaflänge bei den meisten Menschen abgenommen. Statt acht bis neun Stunden schlafen viele Menschen nur noch ca. sieben Stunden. In einer vier Jahre dauernden Untersuchung war allerdings die Zahl der Herzinfarkte und Schlaganfälle bei weniger als 7,5 Stunden Schlaf pro Nacht deutlich erhöht. Jugendliche, die wenig schlafen, sind außerdem eher übergewichtig als Jugendliche mit genügend Schlaf.

Internetadressen: www.dgsm.de (Informationen der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin). www.schlaf.de: iDoc Institut für Telemedizin und Gesundheitskommunikation, Tipps für einen gesunden Schlaf.

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