Tennisarm – Tennisellbogen

Beim Tennisellbogen oder Tennisarm (medizinisch: Epicondylitis humeri radialis) tritt ein Schmerz am seitlichen Ansatz der Ellbogenmuskulatur auf. Dieser verstärkt sich häufig bei bestimmten Bewegungen (z.B. Tennisball schlagen). Wodurch entsteht der Tennisellbogen?
Durch wiederholte Bewegungen bestimmter Art kann am Ellbogenansatz der Unterarmstrecker eine Verkalkung am Muskelansatz mit Sehnenverdickung und einer Art Knochenhautentzündung auftreten. Durch wiederholte ähnliche Bewegungen wird der Schmerz verstärkt und chronifiziert. Beim Röntgen ist am Ellbogen
meistens nichts sichtbar. Eventuell findet man Hinweise im Ultraschall der Sehne auf eine Entzündung.
Eine Behandlung ist möglich durch lokale vorübergehende Ruhigstellung (Bandagen). Manchmal helfen auch angewandte Salben, meiner Erfahrung nach eher selten. Es gibt inzwischen auch Diclofenac-Pflaster zum Aufkleben (entzündungshemmend). Kortisoninjektionen an den maximalen Schmerzpunkt sind häufig vorübergehend wirksam, können aber zu einer Delle in der Haut führen als Nebenwirkung. Weiter hilfreich ist ein Krafttrainig, z.B. mit einem Thera-Band. Dabei wird mehrmals täglich jeweils 15 mal das Handgelenk (und damit der Ellbogen) seitlich nach außen und wieder nach innen gedreht, bei gespanntem Band bzw.Gummistab. Hilfreich kann weiter sein, lokal Nitroglyzerin einzusprühen; Nebenwirkung: kann zu Kopfweh führen. Eine Stoßwellentherapie, meist durchgeführt beim Orthopäden, kann ebenfalls hilfreich sein. Unter Umständen hilft auch ein Vibrationstraining mit einem Powerstab aus der Gymnastik.

Homöopathische Mittel, die hier zum Beispiel in Frage kommen:
Ruta: bei allen Formen von subakuter Sehnenentzündung anwendbar, auch bei Ganglion am Handgelenk
Symphytum: bei allen Schmerzen und Entzündungszuständen an der Knochenhaut
Arnica: Folgen von Überlastung, Muskelkater
Rhus toxicodendron: Beschwerden besser bei fortgesetzter Bewegung

Insgesamt gibt es beim Tennisellbogen viele Heilmethoden, die helfen können. Es gibt aber leider nicht das Heilmittel. Vorbeugend wirkt auch Stretching der Arme, zum Beispiel während und nach stundenlangen Tätigkeiten am PC.

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