Zecken-Information Stand 2009

Prof. Dr. Dr. Peter Kimmig von der Universität Hohenheim berichtet auf dem „12. Tübinger Tag der Impf- und Reisemedizin“, dass 1-2 Prozent der Zecken in Baden-Württemberg positiv auf FSME sind, also das entsprechende Virus enthalten.
Mit Borrelien behaftet sind dagegen ungefähr 15 Prozent der Zecken, also deutlich mehr. Jeder vierte Kontakt davon führt tatsächlich zu einer Borreliose-Infektion. Das bedeutet, dass ungefähr jeder zehnte Zeckenstich zu einer Borreliose führt.
Die Borrelien leben im Darm der Zecke. Dort müssen sie sich erst vermehren und gelangen dann erst in die Speicheldrüsen der Zecke. Es vergehen ungefähr 24 Stunden, also ein Tag, bis sie tatsächlich in den Organismus (z.B. den Hund oder den Menschen) gelangen.
Es entsteht in der Mehrzahl der Fälle zunächst eine Art grippaler Infekt sowie an der Biss-Stelle eine Rötung, die im Laufe der nächsten Tage innen blass wird, einen roten Rand bekommt und sich vom Zentrum aus weiter in die Peripherie ausbreitet.
Ein Drittel der Betroffenen entwickelt kein Erythema migrans, sondern es entsteht gleich das Stadium, in dem die Borrelien an den Nerven und Gelenken wirken. Eine Antikörper-Bestimmung empfiehlt sich nach sechs Wochen, um eine Infektion auszuschließen, auch wenn kein Erythema migrans aufgetreten ist.
Es ist nicht erforderlich, den Zeckenrest zu entfernen. Dieser Rest enthält keine Borrelien. Es ist aber wichtig, nach jedem Spaziergang, bei dem womöglich ein Zeckenkontakt aufgetreten ist (Unterholz-Kontakt, Gebüsch o.ä.), sich selbst oder sich gegenseitig sich genau auf Zecken zu untersuchen. Dabei sind vor allem warme Körperspalten wie z.B. die Achselhöhlen von Bedeutung.

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Eine Antwort zu Zecken-Information Stand 2009

  1. Alex Koch schreibt:

    Sehr interessanter Artikel!Ich finde die ganze Seite eigentlich sehr gut:)Machen sie weiter so!

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