Sinusitis (Schnupfen) natürlich behandeln

Wie entsteht eine Sinusitis (Entzündung der Nasennebenhöhlen)?
Die Nasennebenhöhlen (Kieferhöhlen,Stirnhöhlen, Siebbeinhöhle, Keilbeinhöhle) sind nur Milimeter-breit und verlaufen zudem noch teilweise gebogen. Daher können sie bei Schnupfen rasch zuschwellen. Allergiker, bei denen die Schleimhäute der oberen Atemwege empfindlicher reagieren, neigen zu Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung).
Selbst eine eitrige Sinusitis ist bei einem gesunden jungen Menschen noch kein Grund, sofort ein Antibiotikum zu geben. Eine frühzeitige Antibiotika-Gabe fördert Resistenzen und schädigt unter Umständen die Darmflora. Oft kann eine Sinusitis auch mit natürlichen Mitteln ausreichend behandelt werden und abklingen.

Wie kann eine Sinusitis natürlich behandelt werden?

Es gibt im Handel diverse homöopathische Komplexpräparate, zum Beispiel als Nasensprays oder homöopathische Tabletten. Diese sind in der Regel frei verkäuflich und decken ein breites Spektrum von Symptomen ab. Wer aber klassisch homöopathisch behandeln möchte, kann zum Beispiel folgende Mittel probieren:

Apis D12:
bei Gefühl der inneren Schwellung, Halsweh mit Schwellung des Rachenringes. Kälte und frische Luft verbessern. Wärme verschlechtert.

Belladonna D12:
Akute, plötzlich und heftige Sinusitis mit heftigem Druckgefühl. Verschlimmerung durch Bewegung, Berührung, Erschütterung

Cinnabaris D12:
Sinusitis mit starkem Druck auf die Nasenwurzel

Hydrastis D12:
Dickes, fadenziehendes, weißlich oder gelbliches Sekret. Mit Bronchitis, Tubenmittelohrkatarrh

Kalium bichromicum D4:
Nasensekret mit dickem, zähem, gelbem Schleim. Stockschnupfen. Besserung durch Wärme und Bewegung. Verschlechterung durch Kälte und frühmorgens.

Luffa operculata D12:
Trockene Nase, Rhinitis allergica; Stimmbandentzündung

Sticta D12:
Trockene Schleimhaut, zum Beispiel durch Heizungsluft; Krustenbildung. Auch Bronchitis

Sulfur:
Chronische Rhinitis(Schnupfen) und Sinusitis, Entzündung der Lidränder. Verschlimmerung durch Bettwärme, 11 Uhr morgens, Ruhe. Besserung durch trockenes warmes Wetter

Thuja D12:
Sinusitis bei Mittelohrentzündung, mehr chronisch Daneben gibt es verschiedene pflanzliche Präparate, zum Beispiel als Komplexpräparate oder als Myrtolextrakt im Handel.

Lokale Wärmeanwendung
hilft ebenfalls gut, und zwar am besten, wenn der warme Gegenstand (zum Beispiel ein warmes, hartgekochtes Ei) direkt auf die betroffene Nebenhöhle gelegt wird. Das erleichtert den Sekretabfluss. Nach Anwendung von örtlicher Wärme fließt das Sekret auch besser ab, wenn der Betroffene inhaliert.

Inhalationen
können zum Beispiel mit Emser Salz oder Teedämpfen durchgeführt werden, je nach Vorliebe.

Akupressur:

Es gibt verschiedene Akupunkturpunkte, welche die Nase frei machen können. Dazu gehören Di 4, NP 12, Di 20, B2 und noch andere Punkte.

Enzymtherapie:

Zu Beginn einer Sinusitis, aber auch bei chronischem Schnupfen kann eine Enzymtherapie hilfreich sein. Diverse Präparate gibt es dazu im Handel.

Entspannen und Ausruhen!
Eine wichtige seelische Ursache für eine Sinusitis ist ein Erschöpfungszustand, der mit einer Abwehrschwäche einhergeht. So kann sich der Schnupfen „festsetzen“. Eine Sinusitis tritt häufig auf bei Menschen, die keine Pause machen können, zum Beispiel bei Müttern von kleinen Kindern. Daher ist es besonders wichtig, dass diese Betroffenen entlastet werden, zum Beispiel durch Hilfe von außen im Haushalt.

Nachbehandlung:
Zur Nachbehandlung kann zum Beispiel Ferrum phosphoricum D6 3 x täglich 5 Globulie ein bis zwei Wochen eingenommen werden. Zudem dienen regelmäßig in den Alltag eingebaute kurze Pausen sowie regelmäßige Bewegung an der frischen Luft der Vorbeugung eines Rezidivs.

Weiter wichtig:
Vermeiden Sie zu rauchen, das reizt die Schleimhäute. Allgemein abhärtende Maßnahmen, wie Saunieren und Kneipp, sind außerdem empfehlenswert.

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4 Antworten zu Sinusitis (Schnupfen) natürlich behandeln

  1. Sylke Horwedel schreibt:

    Guten Tag,
    habe eine chronische Pansinusitis. Wo finde ich trockenes warmes Wetter?
    Gruüsse, Sylke Horwedel

  2. M. Krebs schreibt:

    Guten Tag,

    bei mir wurde eine chronische Sinusitis festgestellt. Mein HNO-Arzt meint, dass nur eine Operation helfen kann. Gibt es auf homöopathischem Weg eine alternative Lösung? Oder ist eine Operation wirklich zwingend?

    Viele Grüße
    M. Krebs

    • drzehnle schreibt:

      Siehe Blogartikel „Sinusitis“. Homöopathische Mittel können helfen, es kommt aber auf die Modalitäten an.

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