Ärztezeitung: Fibromyalgie ist keine unsichtbare Krankheit mehr

Das Krankheitsbild Fibromyalgie wird allmählich in ein anderes Licht gerückt. „Fibromyalgie – da wird oft gelächelt oder die Erkrankung angezweifelt. Doch die Patienten leiden schwer unter der chronischen Schmerzerkrankung“, lautet der Untertitel zu einem aktuellen Beitrag in der Ärztezeitung (Sept. 2008). „Fibromyalgie – jeder achte Rheumatologe glaubt nicht an die Existenz der Erkrankung. Auch andere Ärzte meinen, nie einen Fibromyalgie-Patienten in ihrer Praxis gesehen zu haben. Das ergab eine interaktive Befragung beim europäischen Rheuma-Kongress in Paris. Dabei sprechen die Fakten für sich.
In der wissenschaftlichen Literatur wird die Prävalenz des Fibromyalgie-Syndroms (FMS) mit weltweit zwei bis vier Prozent angegeben, wobei Frauen siebenmal so häufig wie Männer betroffen sind. Die typischen – wenn auch unspezifischen – Symptome sind demnach ausgedehnter Schmerz und Schmerzempfindlichkeit, Müdigkeit/Fatigue und Depression, aber auch Angststörungen und gastro-intestinale Probleme.
Dass FMS keine rein psychosomatische Erkrankung ist, betonte auch Professor Herta Flor von der Uniklinik Mannheim. Bei einem von Pfizer unterstützen Symposium zitierte die Psychologin dazu zahlreiche Studien der vergangenen Jahre, in denen die Patienten meist mit gesunden Kontrollpersonen verglichen worden waren. Ihre Erkenntnisse …“ (Lesen Sie bitte hier den ganzen Artikel.)

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8 Antworten zu Ärztezeitung: Fibromyalgie ist keine unsichtbare Krankheit mehr

  1. assistenzaerztin schreibt:

    Mmh … für ein derart mit eher allgemeinen Symptomen gespicktes Syndrom brauchts aber auch bei wohlwollender Betrachtung deutlich mehr Argumente. Möchte die vermutlich bekannte Diskussion hier nicht wieder aufwärmen, aber der genannte Artikel birgt keine wirklich neuen Aspekte.

    Und wer morphologische Auffälligkeiten und somatische Symptome als Gegenargument für eine psychosomatische Erkrankung anführt, hat wohl den Begriff „Psychosomatik“ nicht verstanden, oder?

    Einen besonderen Gout bekommt das ganze durch die Förderung durch Pfizer. Klar dass die auf die vielen Patienten scharf sind, die man mit dem Ettikett „Fibromylagie“ versehen könnte und die natürlich alle eine nette Batterie Medikamente bräuchten. Das könnte glatt den Umsatz von Sortis übertreffen. Und der ist schon gigantisch.

    Habe so meine Zweifel, dass wir uns an der Verbreitung solcher umsatzorientierten „Erkenntnisse“ beteiligen sollten, sorry.

  2. Hannelore Fiebig schreibt:

    Hallo, ich suche einen Arzt, der Fibromyalgie diagnostizieren kann. wohne in der Nähe von Münster/Westf. H.

    • drzehnle schreibt:

      Das kann ich nicht beantworten.
      Es gibt aber Netze für Fibromyalgie, die auch im Internet sind,
      und lokale Selbsthilfegruppen, die könnten Ihnen bestimmt helfen.

  3. Blue Rose schreibt:

    Bei mir besteht ebenfalls der Verdacht auf Fibromyalgie. Leider ist der Weg zur Diagnose doch seeehr lang. Ich bin überrascht, wie wenige Blogs es zu diesem Thema gibt 🙂

    • drzehnle schreibt:

      Der Weg zur Diagnose ist vielleicht lang, aber Sie können währenddessen schon was tun:
      Gehen Sie regelmäßig schwimmen, am besten 1000 m Kraulen pro Woche, und bewegen Sie sich
      ansonsten mindestens dreimal pro Woche regelmäßig mindestens 45 Minuten, z.B. Walken.
      Sie werden feststellen, dass Ihre Beschwerden sich deutlich bessern!

  4. sunshine schreibt:

    Im Frühjahr erhielt ich die Diagnose Fibro. Seit der Reha in Bad Säckingen nehme ich Psychopharmaka und Opiate. Jetzt etliche schlechte Blutwerte u.a. schlechte Leberwerte.
    Ich will so nicht weitermachen und suchte nach Hilfe. Dann fand ich das Buch eines Arztes mit dem Titel
    „What your doctor may NOT tell you about fibromyalgia“.
    Nun bin ich auf der Suche nach einer Ärztin/Arzt der mir hilft mit dieser Therapie. Wo kann ich Hilfe erhalten?

  5. Ilona Stekla-Bednareck schreibt:

    Hallo,
    ich beschäftige mich seit einiger Zeit mit dem Problem der Fibromyalgie, kann mir jemand in Mecklenburg eine Kontaktpraxis oder Arzt empfehlen, der evtl. bei mir die Krankheit diagnostizieren kann ?
    Vielen Dank.

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