Wechseljahre – Hitzewallungen und andere Beschwerden

Die Wechseljahre sind für zwei Drittel aller Frauen eine Phase lästiger Beschwerden wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Stimmungsschwankungen. Nach den Ergebnissen neuerer Studien sind hinsichtlich des Klimakteriums die Hormone etwas in Verruf geraten – oft zu Unrecht.

Welche pflanzlichen Alternativen gibt es?
Cimicifuga racemosa (Traubensilberkerze): Dieses Phytotherapeutikum ist am intensivsten erforscht worden, wirkt allerdings nicht bei allen Frauen nach der Menopause; eine möglichst hohe Dosierung ist anzustreben. Nach den Herstellern ist die Anwendung der Traubensilberkerze auf 2-3 Monate Dauertherapie begrenzt.
Außerdem gibt es noch andere pflanzlichen Produkte, für die aber noch keine Daten über Langzeitverträglichkeit vorliegen. Diese Präparate sind rezeptfrei erhältlich und unterliegen, da sie als Nahrungsergänzungsmittel gelten, keinen so strengen Kontrollen wie Arzneimitttel.
Rotklee (Hitzewallungen, Schweißausbrüche)
Hopfenprodukte, Baldrian: stimmungsausgleichend, schlaffördernd
Sojaprodukte: Hitzewallungen, Schweißausbrüche
Mönchspfeffer: bei Brustspannungen, Wassereinlagerungen
Johanniskraut: antidepressiv wirkend, Dosierungen um 900 mg / Tag anstreben
Salbei: als Tee, Kapseln oder Tropfen gegen Schweißausbrüche

Antidepressiva:
Bei Patientinnen, die keine Hormone einnehmen dürfen und bei denen Phytotherapeutika nicht wirken, kommen auch bestimmte Antidepressiva in Frage. Diese können die Häufigkeit und die Stärke von Hitzewallungen senken und Müdigkeit und Erschöpfungssyndrome lindern. Es handelt sich dabei jedoch um einen off-label-use, das heißt, die Präparate sind für Beschwerden der Wechseljahre bisher nicht zugelassen.


Östrogene und Brustkrebs: Aktuelle Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine alleinige, niedrig dosierte Östrogentherapie das Brustkrebsrisiko nicht erhöht. Unter einer mit Gestagenen kombinierten Hormonbehandlung ist allerdings eine Zunahme von Brustkrebsfällen zu verzeichnen.


Lebensstileinflüsse: Wechseljahre mit ihren Beschwerden können positiv beeinflusst werden durch
Sport, v.a. Ausdauersport, 3-5 mal pro Woche, mindestens 30 Minuten, z.B. Walking
– Rauchen aufhören (kann Hitzewallungen reduzieren)
– Normalgewicht anstreben: führt allgemein zu weniger Schwitzen und Wallungen.
– Wechselduschen, Kneipp, Sauna: regt die Durchblutung an und den Kreislauf
– Mäßiger Genuss von Koffein: regt den Kreislauf an


Homöopathische Mittel für Wechseljahrsbeschwerden:
– Lachesis
– Cimicifua
– Cyclamen
– Belladonna
– Sanguinaria

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