Gürtelrose – Herpes Zoster

Was ist eine Gürtelrose? Eine Gürtelrose, (Herpes) zoster, ist eine Zweitinfektion nach einer vorausgegangenen Windpockeninfektion. Dabei handelt es sich um dasselbe Virus. Die Viren verbleiben nach der Windpockeninfektion in den knotenförmigen Nervenwurzelverdickungen neben dem Rückenmark, den sogenannten Spinalganglien. Erst bei einer vorübergehenden Schwächung der Abwehr – z.B. nach einer schweren Infektion oder bei ausgeprägter Erschöpfung sowie nach ausgiebiger Sonnenexposition – können die Viren wieder die Oberhand gewinnen und zu einer Gürtelrose führen.

Wie ist der Befund bei einer Gürtelrose?
Eine Gürtelrose beginnt in der Regel mit starken, ziehenden oder reißenden Schmerzen in dem betroffenen Körperareal. Die betroffenen Gebiete verlaufen im Bereich der einzelnen Nervenausstrahlungen (segmentförmig) und sind typischerweise auf eine halbe Körperseite begrenzt.. Manchmal kann eine Gürtelrose aber auch schmerzlos verlaufen. Es kommt zuerst zu einer fleckigen Rötung in dem Segment, in dem sich dann schnell gruppierte Bläschen entwickeln. Nach einer weiteren Woche heilen die Bläschen ab und bilden dabei eine Kruste.
Im Bereich des Kopfes kann es zu einer Lähmung des Gesichtsnerven (N.facialis)  kommen oder zu einer Augenbeteiligung. Die Nervenschmerzen (Neuralgien) nach Gürtelrose können Monate bis Jahre anhalten.

Wie wird die Gürtelrose behandelt?
Die Gürtelrose wird sieben Tage lang mit Virostatika behandelt (z.B. Aciclovir, Brivudin). Damit können die Neuralgien in der Dauer oft abgekürzt werden. Örtlich können beruhigende Lotios aufgetragen werden, die das Eintrocknen der Bläschen begünstigen. In schweren Fällen ist eine Klinikeinweisung erforderlich.
Wegen der Gefahr der anhaltenden Neuralgien und der möglichen schweren Komplikationen wird die Gürtelrose in der Regel schulmedizinisch behandelt.

Es können aber homöopathische Mittel unterstützend zur Anwendung kommen. Dazu gehören, je nach Stadium der Entzündung:
Ranunculus bulbosus: Bläschenausschlag mit Brennen, Neuralgien
Rhus toxicodendron (Giftsumach) D12: Frühstadium: Rötung und beginnende Bläschen, reißende Schmerzen; Verschlimmerung bei Beginn der Bewegung, feuchtes kaltes Wetter; Besserung bei fortgesetzter Bewegung
Cantharis (Spanische Fliege) D12: Akutstadium; brennende Schmerzen und große, konfluierende Bläschen
Mercurius solubilis D12. Akutstadium; Rötung, eitrige Bläschen, Lymphknotenschwellung
Mezereum (Seidelbast) D12: Krustenbildung und starker Juckreiz; Neuralgien; Verschlechterung nachts
Arsenicum album D12: schlechter Allgemeinzustand, starkes Brennen, große Unruhe


View: Gürtelrose (Herpes Zoster)
Herpes zoster (MDR)
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2 Antworten zu Gürtelrose – Herpes Zoster

  1. mabra41 schreibt:

    Ich leide gerade dran, ist nicht sehr angenehm

  2. verena schreibt:

    Ich habe offensichtlich das Glück, eine schmerzlose Variante zu haben!! Ich bin zwar schlapp, habe aber keinerlei Schmerzen, nur ein leichtes Ziehen im Kreuzbereich, wo sich die Bläschen befinden, die schon am Abtrocknen sind. Aciclovir 800 habe ich sofort vom Arzt erhalten und muss es über 5 Tage einnehmen.

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