Was tun gegen Wadenkrämpfe?

Wadenkrämpfe sind weit verbreitet. Frauen sind häufiger betroffen als Männer. Bei sporadischen Wadenkrämpfen, die harmlos sind, ist die neurologische Untersuchung beim Hausarzt oder Neurologen unauffällig. Wadenkrämpfe treten tatsächlich auch gehäuft bei „Krampfadern“ auf. Sind Wadenkrämpfe dagegen Symptom von schwereren Erkrankungen, umfassen sie mehr als ein bis zwei Muskelgruppen und halten auch länger an. Patienten mit schlechter Nieren- und Leberfunktion, Diabetes, Schilddrüsenunterfunktion oder Nebennieren-Erkrankungen führt zur Übererregbarkeit der Muskeln.
Treten zusätzlich Kribbelgefühle oder ungewohnte Berührungsstörungen auf, kann es sich um neurologische Erkrankungen handeln. In diesem Fall sollten Sie baldmöglichst einen Arzt aufsuchen.
Im Moment des Wadenkrampfes ist es am besten, den Muskel passiv zu dehnen, was die meisten Menschen reflexmäßig richtig machen. Wenn solche Wadenkrämpfe regelmäßig auftreten, macht eine regelmäßige vorsorgliche Einnahme eines Medikamentes einen Sinn.
In der Schwangerschaft hilft oft Magnesium als Tablette sowie Kalzium. Allerdings ist bei anderen Patienten in Untersuchungen kein Nutzen einer Magnesiumeinnahme auf die Krampfneigung nachgewiesen worden.
Alternativ kann Chinin (z.B. Limptar) in einer Dosis bis 400 mg/Tag eingenommen werden (1-2 Tabletten). Dieses Medikament kann allerdings auch Nebenwirkungen haben und sollte daher auch nicht länger als ca.6- 8 Wochen dauerhaft eingenommen werden.
Nach einer neueren Studie gelten auch Vitamin B-Komplex-Mittel als beruhigend für die Muskulatur.


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Eine Antwort zu Was tun gegen Wadenkrämpfe?

  1. mager schreibt:

    In der Schwangerschaft ist Chinin(Limptar) ein schwerer Fehler: „Embryotoxisch in hohen Dosen (Augendefekte u. Taubheit); wehenfördernd.“ lt. Roter Liste!

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