Keine Chance dem Burn-Out: Zehn Energie-Tipps für Vielbeschäftigte

Schlappheit, Müdigkeit und chronische Erschöpfung sind Symptome des sog. „Burnout-Syndroms“, eines Zustands der inneren Leere, der seelischen Verausgabung. Körperliche Krankheitszeichen gehören beim Burnout dazu, denn bekanntermaßen bilden Körper, Seele und Geist eine unzertrennliche Einheit. Doch meist liegt keine eindeutige organische Ursache oder Krankheit vor, die die genannten Symptome ausgelöst hätte. Auslöser für einen Burnout kann vieles sein – aber man kann auch einiges tun, um einen Burnout zu vermeiden. Diplom-Betriebswirt Hartmut Volk, freier Wirtschaftspublizist in Bad Harzburg, hat zehn wichtige Punkte zusammengestellt:

1. Achten Sie auf Ihren „inneren Rhythmus“. Nutzen Sie Ihr Tageshoch, wenn immer möglich, für die schwierigste und unangenehmste Arbeit sowie die Tiefs für Routine. So sind Sie viel produktiver.

2. Verschreiben Sie sich regelmäßiges Pausieren. Pausen entspannen und sorgen für objektivierende Distanz. Dann klärt, ordnet und verankert das Gehirn zuvor Gedachtes. Die besten Ideen kommen immer in den ruhigen Momenten.

3. Vermeiden Sie die drei Rhythmussünden: zu hohen Kaffee- und Cola-Konsum, Non-Stop-Arbeit, zwei Abende hintereinander viel zu spät zu Bett zu gehen.

4. Verlieren Sie Ihre Hemmungen, wenn’s ums Nickerchen geht. Schon Churchill hat herausgefunden, dass man so aus einem Tag eineinhalb Tage machen kann.

5. Die Arbeit überschlafen bringt’s. Wenn Sie aus Prinzip jeden Plan, jede Entscheidung überschlafen, werden Sie bessere Resultate erreichen, Fehler vermeiden, keine unüberlegten Zusagen machen.

6. Sorgen Sie für gute Stimmung um Sie herum und bei sich selbst. Ihre Stimmung ist ein Gradmesser für Ihren Energiepegel. Durch zehn Minuten Bewegung, eine Entspannungsübung oder eine kleine Plauderei können Sie sich wieder in Schwung bringen.

7. Bewegen Sie sich, wann immer es geht. Bewegung ist das A und O für zusätzliche Energie. Schon zehn Minuten kräftige Bewegung bringt Sie für zwei Stunden wieder in Schwung.

8. Vergessen Sie die optimistische Haltung nicht. Sehen Sie stets das halb gefüllte Glas und nicht das halb leere. Der schweizerische Unternehmer Gottlieb Duttweiler brachte es auf den Punkt: „Optimismus ist nicht Sorglosigkeit, sondern tätiger Zukunftsmut.“ Schwarze Gedanken laugen aus.

9. Kultivieren Sie Lebensfreude und Lebenslust. Wohlbefinden hängt davon ab, wie viele kleine und größere Freuden wir ganz bewusst erleben. Schärfen Sie täglich Ihre Wahrnehmung fürs Erfreuliche.

10. Reißen Sie sich immer wieder mal aus der Bequemlichkeitszone. Eine der ganz großen Energiequellen ist die Selbstüberwindung. Wenn Sie die Bequemlichkeitszone überwinden und aktiv werden, sich zum Joggen oder zu einer unangenehmen Tätigkeit aufraffen, werden Sie am Ende viel mehr Energie gewinnen, als Sie zu Beginn aufgewendet haben.


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Burnout-Syndrom (engl. Burn out): Erschöpfungsssyndrom
Burnout – Geleerte Akkus (netdoktor)
Burnout-Syndrom (wikipedia)

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Eine Antwort zu Keine Chance dem Burn-Out: Zehn Energie-Tipps für Vielbeschäftigte

  1. Dennis Schulz schreibt:

    Hallo Dr Zehnle,

    es gibt Arbeiten die Punkt 1,2 nicht zulassen, weil man sich z. B. als Krankenpfleger oder Arzt nicht aussuchen kann wann Patienten und Angehörige einen herausfordern. Jedoch finde ich Punkt 10 klasse (den ich selber öfters beherzigen sollte), weil ich denke das viele kein Burnout hätten wenn sie sich öfters die Freiheit der Bewegung gäben würden. Den restlichen Punkten möchte ausnahmslos zustimmen (diese können erfolgreich als Prophylaxe vor Burnout helfen).
    Bei einem bestehenden Burnout sollte man jedoch unbedingt professionelle Hilfe aufsuchen.

    Gruß
    Dennis Schulz

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